Pädagogisches Konzept

Das pädagogische Konzept

A. Unser Bild des Kindes

1. "Das Kind wird nicht Mensch, es ist Mensch!"

Das bedeutet für uns:

Deshalb bieten wir in unserer Krippe ein pädagogisches Konzept an, das sowohl eine positive Gruppenerfahrung dem Kind ermöglicht als auch die individuellen Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt.

2. "Kinder brauchen andere Kinder"

Der verbindliche Kontakt eines Kindes mit anderen Kindern ist absolut notwendig, um sein persönliches, soziales und kulturelles Lernen zu entfalten. Die Kindergruppe vermittelt eine Geborgenheit, die Erwachsene in dieser Art nicht geben können.

Die Familienkonstellation ist heute anders als früher: Die Familien bekommen oft nur noch ein bis zwei Kinder und sind viel mehr als früher auf sich selbst gestellt: Der Arbeitsmarkt fordert eine höhere Mobilität und Flexibilität, wodurch häufig eine größere Entfernung zu Familie und Verwandtschaft und damit weniger Entlastungsmöglichkeiten und die Notwendigkeit neuartiger Beziehungen zur Nachbarschaft entstehen. Die meisten Kinder haben bis zum Eintritt in den Kindergarten kaum verbindliche Kontakte und Erfahrungen mit anderen, gleichaltrigen Kindern und oft erhebliche Schwierigkeiten, sich in größere Gruppen zu integrieren. Aus diesem Grund halten wir es für wichtig, Kindern schon im frühen Alter die Möglichkeit zu geben, ihren Platz in der Gruppe und die Vielfalt von kindlichen Bedürfnissen kennen zu lernen. Wir wollen, dass unsere Kinder sich in einem kindgerechten Umfeld entwickeln können. Dafür geben wir ihnen einen Ort, wo sie sich und andere Kinder erleben. Einen Ort an dem sie Grenzen auf gleicher Ebene erfahren, wo sie spielen, toben, und erforschen können, einen Platz, an dem sie Selbständigkeit, Selbstvertrauen und ihre sozialen Kompetenzen erleben und entwickeln können.

Sich ergänzen und gegenseitig bereichern

3. "Kinder brauchen Familie"

Wir sehen unsere Einrichtung als Familien ergänzende Betreuungsform an. Unter dem großen Dach "Elterninitiative" möchten wir ein Miteinander leben, in dem die Wertschätzung der Familie an erster Stelle steht. Unsere Kinder haben ein Leben vor und neben der Kinderkrippe und dieses Leben ist für uns von großer Bedeutung. Mit ihrer Geburt wird der Körper aller Kinder Ort und Mittler von Vertrauen: Das Gefühl gehalten und getragen zu werden gibt ihnen die Voraussetzung, sich und ihre Umwelt angstfrei zu entdecken.

Die Eltern besitzen eine natürliche Sensibilität für ihr Kind, die wir als Bereicherung für das Leben in der Krippe ansehen.

Gemeinsam mit den Eltern möchten wir in der Kinderkrippe eine Sensibilität für unsere Kinder entwickeln. Neben den Eltern soll die Erzieherin eine wichtige Bezugs- und Begleitperson bei der Entwicklung des Kindes sein und es dabei unterstützen, seine Fähigkeiten zu entdecken und selbst zu experimentieren.

Hierbei ist es uns wichtig, dass in unserer Kinderkrippe die fachliche Kompetenz der Erzieherinnen nur einer der Mosaiksteine für das Zusammenleben mit den uns anvertrauten Kindern ist. Unsere Aufgabe ist es, das tiefe Vertrauen, welches unsere Kinder in den ersten Lebensmonaten zu ihrer Familie aufbauen konnten, zu schützen und zu bewahren.

Wenn unsere Kinder das Miteinander der Eltern und der Kinderkrippe spüren, so werden unsere "Kleinen-Großen" einen Schoß annehmen, der ihnen Nähe, Schutz, Trost und nicht zuletzt auch die körperlichen Erfahrungen bietet, die sie noch sehr brauchen.

B. Die Gruppe als Erfahrungs- und Lernfeld

Die Gruppe besteht aus 12 Kindern im Alter von 10 Monaten bis zu 3 Jahren:

Hinschauen- Kindern zeigen, was sie brauchen

C. Sinneserfahrung und Bewegung

Das Kind entdeckt über die Sinne die Welt, die größte Entdeckung aber ist es selbst. Was ist dieses Selbst? Wir möchten uns gemeinsam mit unseren Kindern auf diese Entdeckungsreise begeben.Es ist eine Reise!  Dies macht deutlich, dass pädagogische Aktivitäten für unsere Kinder nie losgelöst voneinander sein werden. In den ersten 3. Lebensjahren lernen verschiedene Sinne zusammenzuarbeiten und Synergien zu bilden. Nehmen wir z.B. das „Singen“. Singen ist Freude, beim Singen spürt man seinen Körper, seine Atmung. Man spürt die Musik innen und außen und kann sie sehen, in inneren und äußeren Bildern. Daher musizieren wir mit allem, was uns das Außen und das Innen bieten.

Freude an eigener Leistung

Mit den psychomotorischen Elementen, wie z.B. Hängematte, Sprossenwand und Mattenberge, eröffnen wir unseren Kindern Erfahrungs- und Bewegungsräume, in denen sie auch ihre körperlichen Möglichkeiten erleben. Dazu gehören z.B. aber auch ein Regenspaziergang, auf kleine Bäume klettern oder sich mal richtig einmatschen dürfen.

Die Vielzahl der sinnlichen Wahrnehmungen sinnvoll ordnen zu können, gibt unseren Kindern Befriedigung und Sicherheit und nicht zuletzt Freude am Erleben, Verstehen und Begreifen. Unsere Aufgabe sehen wir darin, diese Freude zu entdecken und zu teilen.  (vgl. Abschnitt B „unser gemeinsamer Weg“)

D. Der pflegerische Bereich

Körperliches Wohlbefinden

E. Kommunikation

Ein Kind hat die angeborene Fähigkeit sich auszudrücken. Die altersgemäßen Ausdrucksmöglichkeiten unserer Kinder zu erkennen und mit ihnen entsprechend zu kommunizieren, sehen wir als Basis unserer Arbeit an. Kritik oder Nichtbeachtung hemmt die Ausdrucksfreudigkeit des Kindes. Die Kommunikationsabsicht des Kindes steht für uns im Mittelpunkt. Was bedeutet das für uns?

Sprache umfasst alle Ausdrucksformen

F. Zusammenarbeit innerhalb der Elterninitiative

1. Verantwortungsbewusste Eltern und Fachpersonal

Es wird ein regelmäßiger und enger Austausch zwischen Fachkräften und Eltern innerhalb der Initiative gepflegt, damit neue Anregungen und konstruktive Kritiken im Lauf der Zeit aufgenommen werden können, um das pädagogische Konzept weiter zu entwickeln und zu dynamisieren. Im Tagesablauf der Krippe haben die Eltern Gelegenheiten zu hospitieren oder zusammen mit den Erzieherinnen pädagogisch mitzuarbeiten. Für bestimmte Aktionen ist die Mitarbeit und Mitgestaltung der Eltern erforderlich, um die Betreuung im besten Sinne zu sichern. Durch regelmäßige Fallbesprechungen, Einzel-, Gruppen- und Teamgespräche, Beratungen, Einzel- und Teamfortbildungen sowie die Lektüre von Fachliteratur werden nicht nur die Qualifikation des Fachpersonals gefördert, sondern auch die wichtigen Fragen und Erwartungen der Eltern beantwortet.

Gemeinsam zum Wohle des Kindes

2. Das Leben innerhalb der Elterninitiative

Zum Zusammenwachsen der Elterninitiative gehören auch Veranstaltungen zum Familien – Kennen lernen (Familienausflug, traditionelle Feste,...) und Elternabende zur Besprechung gemeinsamer Anliegen. Außerdem übernehmen die Eltern eigenverantwortlich verschiedene Aufgaben und Dienste und tragen dadurch zur Bereicherung des Krippenlebens bei.

G. Leistungen


Zum Wohle der Kinder haben wir die Gruppengröße auf 12 Kinder beschränkt. Die Kinder können einen Ganztags- oder Teilzeitplatz belegen. Wir nehmen Kinder ab 10 Monaten bis zum Eintrittsalter in den Kindergarten auf. Die Betreuungszeit erstreckt sich von 8:00 bis 17:30 Uhr. Das Kind darf bis zum Kindergarteneintritt in der Initiative bleiben. Die Kinder werden maximal 9 Stunden täglich betreut.
Die Kinder werden ganzjährig aufgenommen, d.h. sobald ein Platz frei wird, wird er neu vergeben.

Die Eingewöhnung neuer Kinder wird durch die Begleitung der bisherigen Bezugsperson(en) unterstützt. Nur in deren Anwesenheit findet das Kleinkind genügend Sicherheit, sich neugierig der neuen Umgebung zuzuwenden und sich neuen Beziehungen unbelastet zu öffnen.